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Physiotherapeuten finden: 7 Wege im Vergleich

Jobportale, Arbeitsagentur, Vermittler oder Social Media? Wir vergleichen die 7 gängigsten Wege, um Physiotherapeuten für deine Praxis zu finden.

Jonas HümmelerJonas Hümmeler31. Oktober 20266 Min. Lesezeit
Physiotherapeutin bei der Arbeit in einer Praxis
Eine offene Physio-Stelle bleibt in Deutschland im Schnitt rund zehn Monate unbesetzt. Wer heute Physiotherapeuten sucht, merkt schnell: Eine Stellenanzeige allein reicht nicht mehr. Doch welche Wege funktionieren wirklich? Hier sind die sieben gängigsten Kanäle im ehrlichen Vergleich.

1. Jobportale

Indeed, StepStone und spezialisierte Physio-Jobbörsen sind für viele Praxen der erste Schritt. Der Vorteil: Du erreichst Menschen, die aktiv suchen. Der Nachteil: Genau das sind in der Physiotherapie nur wenige. Deine Anzeige steht zwischen vielen anderen, und du zahlst pro Schaltung, oft ohne eine einzige passende Bewerbung.
Geeignet für: Praxen in großen Städten mit vielen aktiv Suchenden.

2. Jobbörse der Arbeitsagentur

Die Jobbörse ist kostenlos und schnell eingerichtet. Allerdings kommen laut Bundesagentur für Arbeit auf jeden arbeitslosen Physiotherapeuten rechnerisch mehrere offene Stellen. Der Pool an Bewerbern ist entsprechend klein.
Geeignet für: eine zusätzliche, kostenlose Sichtbarkeit, aber nicht als einziger Kanal.

3. Personalvermittler

Vermittler suchen aktiv für dich und sprechen Kandidaten direkt an. Dafür verlangen sie meist eine Provision pro erfolgreicher Einstellung, die sich am Jahresgehalt orientiert. Bei mehreren offenen Stellen wird das schnell teuer, und nach der Einstellung bleibt nichts für deine Praxis übrig, das beim nächsten Mal hilft.
Geeignet für: einzelne, besonders dringende Stellen mit ausreichendem Budget.

4. Empfehlungen aus dem Team

Deine Mitarbeitenden kennen andere Therapeuten aus Ausbildung, Fortbildungen oder früheren Praxen. Empfehlungen sind günstig und bringen oft Bewerber, die gut ins Team passen. Ein kleines Empfehlungsprogramm mit einer Prämie kann das gezielt fördern.
Geeignet für: jede Praxis, als dauerhafter Baustein.

5. Eigene Beiträge auf Social Media

Ein Post auf Instagram oder in Facebook-Gruppen kostet nichts außer Zeit. Die Reichweite ist aber meist auf deine bestehenden Follower beschränkt, und das sind selten Physiotherapeuten auf Jobsuche. Ohne regelmäßige Inhalte bleibt der Effekt klein.
Geeignet für: den Aufbau einer sichtbaren Arbeitgebermarke, nicht für schnelle Bewerbungen.

6. Kontakte zu Physio-Schulen

Kooperationen mit Berufsfachschulen und Hochschulen, Praktikumsplätze oder Vorträge bringen dich früh in Kontakt mit dem Nachwuchs. Das zahlt sich langfristig aus, hilft aber selten bei einer Stelle, die jetzt besetzt werden muss.
Geeignet für: Praxen, die auch Berufseinsteiger einstellen und langfristig planen.

7. Social Recruiting

Beim Social Recruiting werden Physiotherapeuten in deiner Region gezielt auf Instagram und Facebook angesprochen, auch wenn sie gerade nicht aktiv suchen. Entscheidend ist, dass alles zusammenpasst: echte Einblicke in deine Praxis, eine Ansprache, die nach Physiotherapie klingt, und ein Bewerbungsweg, der in wenigen Klicks vom Smartphone funktioniert.
Geeignet für: Praxen, die auch wechselbereite Physios erreichen und eine eigene Mitarbeitergewinnung aufbauen wollen.

Welcher Weg passt zu deiner Praxis?

In der Praxis funktioniert selten ein einzelner Kanal. Eine gute Kombination sieht so aus:
  • Langfristig: Empfehlungen im Team fördern und eine sichtbare Arbeitgebermarke aufbauen.
  • Für akute Stellen: wechselbereite Physios gezielt ansprechen, statt nur auf Bewerbungen zu warten.
  • Begleitend: kostenlose Kanäle wie die Jobbörse nutzen, ohne dich darauf zu verlassen.
Wie die einzelnen Wege bei Kosten, Aufwand und Reichweite abschneiden, siehst du auch auf unserer Seite Physiotherapeuten finden.
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Jonas Hümmeler
Geschrieben vonJonas HümmelerGründer von Hypewave®

Hilft seit 2021 Physio-, Ergo- und Logopädiepraxen dabei, qualifizierte Therapeuten zu gewinnen. Seine Mutter ist selbst Physiotherapeutin.

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